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Neues Wärmebehandlungszentrum in Tschechien setzt auf SECO/WARWICK-Lösungen


22.07.2026

SECO/WARWICK wird dem tschechischen Unternehmen Kalírna Desire, das auf Wärmebehandlung spezialisiert ist, einen Einkammer-Vakuumofen mit Hochdruck-Gasabschreckung bei 15 bar abs. liefern. Kalírna Desire eröffnet ein neues kommerzielles Wärmebehandlungszentrum in einer Region, in der es bislang keine lokale Infrastruktur für die Vakuumhärtung gab. Der Vector-Ofen wird das erste Vakuumsystem in dieser Region sein und die Grundlage für einen neuen Geschäftsbereich bilden, der auf Dienstleistungen im Bereich der Vakuumwärmebehandlung basiert – sowohl für die eigene Produktion als auch für benachbarte Hersteller.

Neues Wärmebehandlungszentrum in Tschechien setzt auf SECO/WARWICK-Lösungen

Die Eigentümer von Kalírna Desire verfügen über langjährige Erfahrung in der industriellen Fertigung mit eigenen Maschinen. Diese Praxis zeigte, dass es den metallverarbeitenden Unternehmen in der Region an ausreichender Produktivität und Flexibilität mangelt. Über Jahre hinweg nutzte das Unternehmen die Dienste eines weit entfernten Wärmebehandlungsbetriebs, was mit langen Durchlaufzeiten, Verzögerungsrisiken und zusätzlichen Logistikkosten verbunden war. Gleichzeitig stellte Kalírna Desire fest, dass im Umkreis von mehreren Dutzend Kilometern zahlreiche Unternehmen in der mechanischen Metallbearbeitung tätig sind, es jedoch keinen lokalen Dienstleister für Vakuumhärten gibt. Diese Analyse führte zu der Entscheidung, ein eigenes, zunächst kleines kommerzielles Wärmebehandlungszentrum aufzubauen. In der ersten Phase soll dieser die Produktion regionaler Unternehmen unterstützen.

Unsere Zusammenarbeit mit Kalírna Desire ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie Vakuumtechnologie zu einem Wachstumsmotor für ambitionierte kleine und mittlere Unternehmen werden kann. SECO/WARWICK arbeitet seit vielen Jahren mit kommerziellen Wärmebehandlungsbetrieben in ganz Europa zusammen, und die Erfahrungen auf dem tschechischen Markt spielten eine wesentliche Rolle im Entscheidungsprozess des Kunden. Der an die Anforderungen des Kunden angepasste Standardofen Vector verbindet ein überschaubares Investitionsvolumen mit umfangreichen Prozessmöglichkeiten und ist damit eine ideale Lösung für Unternehmen, die in die Vakuumwärmebehandlung einsteigen“, sagt Maciej Korecki, Vizepräsident des Vakuumsegments der SECO/WARWICK-Gruppe.

Kleiner Betrieb, große Möglichkeiten

Der ausgewählte Ofen ist eine mittelgroße Lösung, die speziell auf die Anforderungen eines gewerblichen Wärmebehandlungsbetriebs zugeschnitten ist. Der Arbeitsbereich ermöglicht die Bearbeitung relativ großer Werkstücke sowie die Zusammenstellung wirtschaftlicher Chargen, wie sie für Dienstleistungsbetriebe typisch sind, die mit einem breiten Spektrum an Werkzeug- und Baustählen arbeiten. Die runde Heizkammer gewährleistet eine sehr gute Temperaturgleichmäßigkeit, was zu einer hohen Wiederholgenauigkeit der Ergebnisse beim Härten und Anlassen führt.

Der Ofen ist mit einem Konvektionsheizsystem ausgestattet, das die Aufheizeffizienz bei niedrigeren Temperaturen deutlich verbessert und eine präzise Steuerung der Vorwärmprozesse ermöglicht. Die gezielte Kühlung wiederum erlaubt es, das Härten von Werkstücken mit komplexer Geometrie zu optimieren und zugleich das Verformungsrisiko zu reduzieren. Zudem wurde eine Funktion für isothermisches Abschrecken integriert. Dank der Temperaturüberwachung der Charge und der Regelung des Gebläses über einen Frequenzumrichter erhält der Anwender die volle Kontrolle über das Abkühlprofil. Wir verfügen über umfangreiche Erfahrung in der Ausstattung gewerblicher Wärmebehandlungsbetriebe. Wir haben sowohl mit großen Industrieunternehmen als auch mit kleineren lokalen Dienstleistern zusammengearbeitet. Unabhängig vom Umfang teilen wir stets unser Know-how, helfen bei der Auswahl der richtigen Anlagen und beraten, welche Funktionen zu mehr Aufträgen und einer höheren Rentabilität unserer Kunden führen können“, erklärt Łukasz Chwiałkowski, Vertriebsspezialist bei SECO/WARWICK.

Pragmatische Lösung für den tatsächlichen Bedarf

Das Vakuumsystem des bestellten Ofens basiert auf einer mechanischen Vorpumpe und einer Roots-Pumpe, die stabile Bedingungen im mittleren Vakuumbereich sowie eine hohe Prozessreinheit gewährleisten. Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Konfiguration ist das Partialdrucksystem, das die Verdampfung und Sublimation von Legierungselementen von der Chargenoberfläche verhindert und die Verschmutzung der Heizzone reduziert. Ergänzt wird das System durch ein hocheffizientes Kühlsystem. Der Ofen ist zudem mit einer Option für Niederdruckaufkohlen (LPC) ausgestattet, die präzise Verfahren zur Erhöhung der Oberflächenhärte von Stahl in einem einzigen, integrierten Vakuumzyklus ermöglicht.

Entscheidend für den erfolgreichen Abschluss dieses Projekts waren die offene Kommunikation, ein tiefes Verständnis des Geschäftsmodells und der betrieblichen Kundenanforderungen sowie nachgewiesene Referenzen auf dem tschechischen Markt, auf dem bereits zahlreiche Vakuumsysteme von SECO/WARWICK im Einsatz sind. Kalírna Desire ging die Investition sehr pragmatisch an: einerseits wollte sich das Unternehmen von einem externen Wärmebehandlungsbetrieb unabhängig machen, der weit vom eigenen Standort entfernt war. Andererseits wollte es einen neuen Geschäftsbereich aufbauen, der künftig Einnahmen aus Dienstleistungen für andere Unternehmen in der Region generieren soll. Die Wahl eines kompakten, bewährten Ofens mit erweiterten Prozessmöglichkeiten war die naheliegende Antwort auf diese Anforderungen.

„Die Entscheidung für die Investition in einen Vakuumofen fiel uns nicht leicht, wurde jedoch angesichts der steigenden Marktanforderungen und der Einschränkungen, die sich aus der Zusammenarbeit mit einem weit entfernten gewerblichen Wärmebehandlungsbetrieb ergaben, unumgänglich. Die neue Anlage wird uns die volle Kontrolle über einen der entscheidenden Produktionsschritte bei der Herstellung von CNC-Maschinen ermöglichen, die Flexibilität in der Produktionsplanung erhöhen und die Lieferzeiten für unsere Endkunden verkürzen. In der Region mangelt es an modernen Dienstleistungen im Bereich des Vakuumhärtens. Deshalb haben wir die Chance, schnell zu einem wichtigen Partner für Unternehmen in der näheren Umgebung aus den Bereichen Metallbearbeitung und Komponentenfertigung zu werden“, sagte ein Vertreter von Kalírna Desire.

Eigene Wärmebehandlung: mehr als nur Einsparungen

Eigene Wärmebehandlungskapazitäten bieten dem Unternehmen eine Reihe von Vorteilen, die weit über reine Einsparungen durch den Verzicht auf externe Dienstleistungen hinausgehen. Vor allem ermöglicht sie die vollständige Kontrolle über einen der entscheidenden Schritte im Produktionsprozess – von der Terminplanung über die Behandlungsparameter bis hin zur Qualität des Endprodukts.

Da die Teile nicht mehr an externe Wärmebehandlungsbetriebe geschickt werden müssen, verkürzt sich die Lieferkette erheblich, das Risiko von Verzögerungen und Transportschäden sinkt, und die Flexibilität in der Produktionsplanung steigt. Dies ist insbesondere bei Kleinserien, Prototypen und Eilaufträgen von großer Bedeutung.

Eigene Wärmebehandlungskapazitäten ermöglichen zudem die schnellere Einführung neuer Technologien und Verfahren, eine bessere Anpassung der Prozesse an die Besonderheiten der Bauteile und Werkstoffe und damit den Aufbau eines Wettbewerbsvorteils, der auf höherer Qualität, Wiederholgenauigkeit und kürzeren Durchlaufzeiten beruht. Ein weiterer Vorteil ist der Kompetenzaufbau innerhalb des Unternehmens. Das Team erwirbt einzigartiges Prozesswissen, das sich bei ausschließlicher Zusammenarbeit mit Subunternehmern nur schwer aufbauen lässt und die Position des Unternehmens langfristig stärkt.

 

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