SECO/WARWICK hat einen Vertrag über die Lieferung eines modernen Vakuumofens an einen Kunden aus dem europäischen Verteidigungssektor unterzeichnet. Der Partner hat sich für einen bewährten Einkammer-Vakuumofen entschieden.

Das Gerät wurde so angepasst, dass seine Vielseitigkeit maximal erhöht und ein breites Anwendungsspektrum bei der Wärmebehandlung von Stählen für die Schusswaffenherstellung gewährleistet wird. In den kommenden Jahren wird Europa einer der wichtigsten globalen Märkte für Investitionen für Verteidigung und die Modernisierung der Streitkräfte sein.
SECO/WARWICK verfügt über umfangreiche Erfahrung in der Zusammenarbeit mit dem Verteidigungssektor. Jeder neue Auftrag in diesem Bereich bietet die Gelegenheit für vertiefte technische Beratungen und ingenieurtechnische Herausforderungen, die zur Erweiterung des Portfolios und des Know-hows beitragen. Dank dieser Vorgehensweise hat SECO/WARWICK eine Ofenkonfiguration entwickelt, die den Anforderungen moderner Produktionsstätten entspricht, die Wert auf Effizienz, Zuverlässigkeit und Flexibilität der technologischen Prozesse legen.
Die Entscheidung für SECO/WARWICK ist das Ergebnis der vom Partner veröffentlichten Ausschreibung. Es handelt sich um den ersten Auftrag dieses Kunden, der von SECO/WARWICK ausgeführt wird, der jedoch in den größeren Kontext des technologischen Wandels in der europäischen Rüstungsindustrie passt. Der Übergang von der Gasaufkohlung-Technologie zu modernen LPC-Verfahren ermöglicht es dem Kunden, die Qualität und Vorhersagbarkeit der Wärmebehandlung erheblich zu verbessern und den Energie- und Prozessgasverbrauch zu optimieren.
„Die Vakuumtechnologie in der Rüstungsindustrie ist nicht nur eine Antwort auf die Notwendigkeit der Modernisierung von Produktionslinien, sondern auch ein Instrument zum Aufbau eines technologischen Vorsprungs. Die Schusswaffenherstellung erfordert absolute Wiederholbarkeit und Qualität der Wärmebehandlung. Unsere Vorrichtungen erfüllen diese Anforderungen dank ihrer präzisen Fertigung und fortschrittlichen Verfahrenstechnik. Es handelt sich um eine Investition in Sicherheit und Zuverlässigkeit, die bereits ab dem ersten Produktionszyklus konkrete Vorteile bringt.” – sagt Maciej Korecki, Vizepräsident des Vakuumsegments bei SECO/WARWICK.
Der Vertrag ist sowohl für den Kunden, der seine Infrastruktur modernisiert, als auch für SECO/WARWICK, das seine Position als wichtiger Lösungsanbieter für den Verteidigungssektor festigt, von strategischer und technologischer Bedeutung.
„Wir liefern nicht nur die Vorrichtung, sondern vor allem Erfahrung und Wissen darüber, wie man Branchen mit höchsten Anforderungen unterstützt. Dank der flexiblen Konfiguration entspricht unsere Lösung perfekt den Bedürfnissen dieser Art von Kunden. Die eingesetzte Lösung kombiniert eine klassische, runde Heizkammer, die die Bearbeitung übergroßer Elemente ermöglicht, mit der fortschrittlichen LPC-Niederdruckaufkohlung-Technologie und dem HPGQ-Hochdruckgasabschreckung-System. Das Gerät zeichnet sich durch eine hohe Temperaturhomogenität im gesamten Arbeitsraum, ein konvektives Heizsystem, das die Effizienz bei niedrigeren Temperaturen erhöht, und eine gezielte Kühlung aus, die eine präzise Prozessanpassung an die Geometrie schwieriger Werkstücke ermöglicht. Die Graphitkammer zeichnet sich durch Verschleißfestigkeit und Wartungsfreundlichkeit aus, was sie zu einer praktischen Wahl für Härtereien macht, die im Mehrschichtbetrieb arbeiten.” – erklärt Łukasz Chwiałkowski, Verkaufsspezialist bei SECO/WARWICK.
Europa erhöht die Verteidigungsausgaben
In den letzten Jahren haben die Verteidigungsausgaben in Europa ein Rekordniveau erreicht, was die zunehmende Bedeutung der Modernisierung der Streitkräfte und der Stärkung des industriellen Potenzials vor dem Hintergrund einer dynamischen geopolitischen Lage widerspiegelt. Im Jahr 2024 beliefen sich die Gesamtausgaben der europäischen Staaten für Verteidigungszwecke auf über 340 Milliarden Euro, und Prognosen deuten darauf hin, dass dieser Betrag in den kommenden Jahren weiter steigen wird. Immer mehr Länder überschreiten die Marke von 2 % des BIP, die für Verteidigungszwecke aufgewendet werden und bisher als Maßstab für die Erfüllung der NATO-Verpflichtungen galt. Ein erheblicher Teil dieser Budgets fließt in Investitionen in moderne Waffensysteme, fortschrittliche Fertigungstechnologien, digitale Lösungen sowie Forschung und Entwicklung. Besonderes Augenmerk wird auf die Modernisierung der industriellen Infrastruktur gelegt, die mit der Herstellung von Waffen, Munition, Feuerleitsystemen und kritischen Komponenten für moderne Kampfplattformen verbunden ist. Europa investiert auch intensiv in die Entwicklung industrieller Kapazitäten, die die Souveränität und technologische sowie militärische Unabhängigkeit der Region stärken. Der Anstieg der Ausgaben ist auch mit der Nachfrage nach hoher Prozessqualität, -zuverlässigkeit und -wiederholbarkeit verbunden, was sich direkt auf die Entwicklung moderner Wärmebehandlungstechnologien für die Verteidigungsindustrie auswirkt. Die beobachteten Trends deuten darauf hin, dass Europa in den kommenden Jahren einer der wichtigsten globalen Investitionsmärkte im Bereich der Rüstung und Modernisierung der Streitkräfte bleiben wird.





