BTOMEC Ferramentaria, einer der führenden Hersteller von Spritzgussformen in Lateinamerika, hat in einen Einkammer-Vakuumofen Vector mit Hochdruck-Gasabschreckung (15 bar abs.) investiert. Dies ist die erste Bestellung des brasilianischen Herstellers beim führenden Anbieter von Vakuum-Wärmebehandlungstechnologie, SECO/WARWICK, und stellt einen bedeutenden Schritt in Richtung vollständiger Unabhängigkeit und Integration der Inhouse-Prozesse dar.
Präzision, Technologie und Unabhängigkeit
BTOMEC wurde 1985 in Joinville, Brasilien, gegründet und liefert seit vielen Jahren Mehrfachformen für die weltweite Kosmetik-, Pharma-, Lebensmittel- und Verpackungsindustrie. Die Investition in einen neuen Vakuumofen von SECO/WARWICK ist eine Reaktion auf die steigenden Produktionsanforderungen. Bisher nutzte BTOMEC die Dienste einer externen Härterei, jedoch führten Verfügbarkeitseinschränkungen, lange Lieferzeiten, steigende Kosten und das Unabhängigkeitsbedürfnis dazu, dass das Unternehmen eine eigene Abteilung für die Wärmebehandlung eingerichtet hat.
„Dies ist ein Trend, den wir zunehmend beobachten. Bei einer bestimmten Produktionsmenge erwägen viele Industriepartner die Einrichtung einer eigenen kleinen Härterei. Eine solche Investition bedeutet Unabhängigkeit von externen Anbietern und vor allem vollständige Kontrolle über den Produktionsprozess und dessen Kosten. Die Erfahrung von SECO/WARWICK in der Technologienentwicklung für kleine und große Härtereien sowie die umfangreiche Zusammenarbeit mit Unternehmen, die ihre eigenen Wärmebehandlungsprozesse einführen, machen uns zu einem bevorzugten Technologiepartner.” – sagte Maciej Korecki, Vizepräsident des Vakuumsegments der SECO/WARWICK-Gruppe.
Maßgeschneiderte Technologie für anspruchsvolle Prozesse
Der bestellte Ofen ist ein kompakter Einkammer-Vakuumofen Vector mit einer Heizkammer von 400 x 400 x 600 mm, der für die effiziente Matrizen-Wärmebehandlung konzipiert ist. Die Vorrichtung ist mit einem isothermen Abschreckungssystem mit Gaskühlung bis zu 15 bar und einer Gebläsesteuerung mittels Frequenzumrichter ausgestattet, wodurch Leistungsspitzen reduziert und der Energieverbrauch optimiert werden können.
Dank der Möglichkeit, in einer Stickstoffatmosphäre zu arbeiten, und der Verwendung eines Partialdrucksystems ermöglicht der Ofen saubere Abschreckungsprozesse ohne das Risiko der Sublimation von Legierungselementen oder der Verunreinigung der Heizzone. Das auf bewährten Komponenten basierende Pumpensystem gewährleistet Zuverlässigkeit und eine hohe Vakuumqualität.
„BTOMEC ist ein Partner, der genau weiß, was er benötigt – Präzision, Zuverlässigkeit und Wiederholbarkeit. Vector ist ein Gerät, das sich in zahlreichen Projekten weltweit bewährt hat. Wir freuen uns, dass unsere Technologie die Entwicklung eines weiteren Unternehmens in Lateinamerika unterstützt.” – sagte Łukasz Chwiałkowski, Verkaufsspezialist, SECO/WARWICK.
SECO/WARWICK auf dem südamerikanischen Kontinent
Die SECO/WARWICK-Gruppe ist seit vielen Jahren in Südamerika präsent. Sie hat unter anderem mit den Härtereien Nitrion do Brasil, Isoflama und Supertrat sowie anderen Unternehmen zusammengearbeitet. Es handelt sich um einen bedeutenden, großen und sich dynamisch entwickelnden Markt, weshalb Brasilien für SECO/WARWICK von besonderem Interesse ist.
„Die Einführung eines eigenen Vakuumofens mit einer Abschreckung von 15 bar ermöglicht uns die vollständige Kontrolle über den Wärmebehandlungsprozess. Es war uns wichtig, die Produktionsunabhängigkeit zu erhöhen und die Wärmebehandlungszeit unserer Matrizen zu verkürzen. Der Ofen von SECO/WARWICK erfüllt nicht nur unsere technologischen Anforderungen, sondern ermöglicht es uns auch, die höchste Qualität aufrechtzuerhalten, die unsere globalen Kunden erwarten. Dies ist ein wichtiger Schritt in Richtung Wachstum und weitere Internationalisierung.“ – kommentierte Wiland Junior von BTOMEC Ferramentaria e Usinagem de Precisão Ltda.
Der Erwerb eines Vakuumofens von SECO/WARWICK ist Teil der Strategie von BTOMEC, sich in Richtung Industrie 4.0 weiterzuentwickeln. Das Unternehmen hat bereits zuvor ein fünfachsiges Bearbeitungszentrum Mikron Mill S 600 UG und einen 3D-Drucker Nikon-SLM implementiert und erweitert seinen Maschinenpark um neue Technologien, darunter die Mikro-CT-Computertomographie Metroton von Zeiss. Dies ist ein weiteres Beispiel für eine technologische Investition in der Region Joinville, die als „Stadt der Formen“ Lateinamerikas bekannt ist. Es zeigt, dass lokale Hersteller auf globale Lösungen zurückgreifen, um mit europäischen und asiatischen Anbietern konkurrieren zu können.







