Your browser does not support JavaScript! SECO/WARWICK liefert Vector-Ofen nach Großbritannien

Britischer Marktführer für Gießereitechnologien setzt auf SECO/WARWICK


23.09.2026

Ein britisches Zentrum für Gießereitechnologie, das die anspruchsvollsten Industriezweige bedient, hat SECO/WARWICK als Lieferanten eines neuen Vakuumofens ausgewählt.

Ein britischer Industriepartner erweitert seine Kapazitäten durch einen Vector-Vakuumofen von SECO/WARWICK zur präzisen Wärmebehandlung großer Titan-Gussteile.

  • Installation eines Vector-Vakuumofens mit 6 bar Gaskühlung
  • Großer Arbeitsraum für übergroße Metallbauteile
  • Hochvakuumsystem für maximale Prozessreinheit
  • Optimale Temperaturgleichmäßigkeit durch spezielle Heizelemente
  • Unterstützung anspruchsvoller Titan-Wärmebehandlungsprozesse

Der Vector-Vakuumofen mit Gaskühlung bei einem Druck von bis zu 6 bar und einem Hochvakuumsystem wird es dem Partner ermöglichen, seine Kapazitäten für die Wärmebehandlung großer Gussteile auszubauen und den steigenden Qualitätsanforderungen des Marktes gerecht zu werden. Der Auftrag bestätigt das Vertrauen der Industrie in die Technologien von SECO/WARWICK.

Das britische Unternehmen baut seit Jahren seine Kompetenzen im Bereich fortschrittlicher Werkstofftechnologien und der Herstellung von Gussteilen für die Luft- und Raumfahrtindustrie, die Energiewirtschaft und die Schwerindustrie aus. Die neue Anlage wird die Kapazitäten für das Glühen großer Metallbauteile erhöhen und zugleich die bereits im Werk vorhandenen Wärmebehandlungsanlagen entlasten. Der Ofen wird unter anderem für die Wärmebehandlung großer Gussteile aus Titanlegierungen eingesetzt, deren Bearbeitung eine hohe Prozessreinheit und eine äußerst gleichmäßige Temperaturverteilung erfordert.

Der britische Markt zählt sowohl in technologischer als auch in qualitativer Hinsicht zu den anspruchsvollsten Märkten Europas. Umso mehr freut es uns, dass sich unser Partner erneut für eine Lösung von SECO/WARWICK entschieden hat. Dieser Auftrag bestätigt das Vertrauen in unsere Technologien und ist zugleich das Ergebnis einer langjährigen Zusammenarbeit mit einem Partner, der unsere Anlagen sehr gut kennt und mit ihnen zufrieden ist. Solche Kundenentscheidungen sind für uns ein wichtiges Zeichen der Anerkennung und zugleich ein Ansporn, unsere Vakuumtechnologien konsequent weiterzuentwickeln“, sagte Maciej Korecki, Vice President des Segments Vakuum bei SECO/WARWICK.

Gussteile aus Titanlegierungen in Vector-Öfen

Die bestellte Anlage verfügt über einen besonders großen Arbeitsraum mit den Abmessungen 1.600 × 1.500 × 2.000 mm (63″ × 59″ × 79″). Dieser ermöglicht die Wärmebehandlung übergroßer Bauteile sowie neuer, vom Kunden entwickelter Gussteile. Die runde Heizkammer gewährleistet eine optimale Raumausnutzung und ermöglicht die Aufnahme großer Bauteile bei gleichzeitig hervorragender Temperaturgleichmäßigkeit.

Der Ofen ist mit einem fortschrittlichen Hochvakuumsystem ausgestattet, das aus zwei mechanischen Pumpen, einer Wälzkolbenpumpe (Rootspumpe) und einer Diffusionspumpe besteht. Diese Konfiguration gewährleistet eine sehr hohe Prozessreinheit, die insbesondere bei der Wärmebehandlung von Titanlegierungen und anderen anspruchsvollen Werkstoffen von entscheidender Bedeutung ist.

Diese Anlage wurde speziell für die Wärmebehandlung großer und anspruchsvoller Gussteile konzipiert. Ein wesentlicher Vorteil des Ofens ist sein großzügig dimensionierter Arbeitsraum sowie die sehr gute Temperaturgleichmäßigkeit in der Heizkammer. Diese wird unter anderem durch zusätzliche Heizelemente in der Ofentür und in der Rückwand der Kammer erzielt. In Verbindung mit dem leistungsfähigen Hochvakuumsystem und der Gaskühlung bei einem Druck von bis zu 6 bar ermöglicht dies äußerst saubere und reproduzierbare Glühprozesse – selbst bei großformatigen Bauteilen“, sagte Grzegorz Głuchowski, Vertriebsspezialist bei SECO/WARWICK.

Der Ofen ist zudem mit einem Taupunkt-Überwachungssystem ausgestattet, das die Kondensation von Wasserdampf verhindert, sowie mit einem Partialdrucksystem, das die Verdampfung von Legierungselementen während der Vakuumprozesse begrenzt. Diese Lösungen erhöhen die Stabilität der technologischen Prozesse und schützen die Komponenten der Heizzone vor Verunreinigungen.

Die neue Anlage wird der zweite Vakuumofen sein, den die SECO/WARWICK Gruppe an diesen Partner liefert. Durch die Erweiterung des Maschinenparks kann das Unternehmen seine Produktionskapazitäten steigern und noch gezielter auf die wachsende Marktnachfrage nach hochentwickelten Metallgussteilen reagieren.

Diese Investition bestätigt die zunehmende Bedeutung der Vakuumtechnologien in der Werkstoffindustrie sowie ihre wesentliche Rolle bei der Herstellung von Komponenten für Branchen mit höchsten Qualitätsanforderungen. Zugleich ist sie ein deutliches Signal an den Markt, dass führende Unternehmen der Gießereiindustrie in moderne Wärmebehandlungslösungen investieren, mit denen sich immer anspruchsvollere werkstofftechnische Projekte realisieren lassen.

Die wachsende Bedeutung der Wärmebehandlung von Titan in der modernen Industrie

Titan zeichnet sich durch ein außergewöhnlich günstiges Verhältnis von Festigkeit zu Gewicht, eine sehr gute Korrosionsbeständigkeit sowie stabile Eigenschaften bei erhöhten Temperaturen aus. Aufgrund dieser Eigenschaften findet der Werkstoff breite Anwendung in Branchen wie der Luft- und Raumfahrt, der Energiewirtschaft, der Medizintechnik und der chemischen Industrie. Um das Potenzial von Titanlegierungen vollständig auszuschöpfen, ist eine präzise Prozessführung bei der Wärmebehandlung unerlässlich. Sie ermöglicht es, das Werkstoffgefüge gezielt einzustellen und die gewünschten Festigkeitseigenschaften sowie die erforderliche Duktilität und Ermüdungsbeständigkeit zu erzielen.

Verfahren wie Glühen und Spannungsarmglühen sowie das Lösungsglühen mit anschließendem Abschrecken und Auslagern ermöglichen es, das Gefüge von Titanlegierungen gezielt einzustellen und Eigenspannungen abzubauen, die beim Gießen, Schmieden oder Schweißen entstehen. Bei zahlreichen industriellen Anwendungen ist zudem eine äußerst hohe Prozessreinheit von entscheidender Bedeutung, da Titan bei hohen Temperaturen leicht mit Sauerstoff, Stickstoff und Wasserstoff reagiert. Deshalb erfolgt die Wärmebehandlung von Bauteilen aus Titan sehr häufig in Vakuumöfen oder unter kontrollierten Schutzgasatmosphären, um Oberflächenoxidation und eine Beeinträchtigung der Werkstoffeigenschaften zu verhindern. Dadurch lassen sich eine hohe Reproduzierbarkeit der Prozessparameter und eine erstklassige Oberflächenqualität der wärmebehandelten Werkstücke gewährleisten.

Mit der Weiterentwicklung moderner Industrietechnologien gewinnt die Wärmebehandlung von Titan zunehmend an Bedeutung. In modernen Flugzeugen und Flugtriebwerken kommen Titanlegierungen in immer größerem Umfang zum Einsatz, da sie eine Reduzierung des Konstruktionsgewichts bei gleichzeitig sehr hoher Festigkeit ermöglichen. Parallel dazu werden neue Titanlegierungen und additive Fertigungsverfahren entwickelt, die noch anspruchsvollere und präzisere Wärmebehandlungsprozesse erfordern. Infolgedessen steigt die Nachfrage nach modernen Vakuumöfen, die Prozesse im Hochvakuum ermöglichen und zugleich eine gleichmäßige Temperaturverteilung sowie stabile Kühlbedingungen gewährleisten.

 

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