Ein europäischer Hersteller von Flugzeugtriebwerken hat einen VIM-Ofen aus dem Bereich der Vakuummetallurgie von der SECO/WARWICK-Gruppe erworben. Bei dem bestellten Gerät handelt es sich um einen Zweikammer-Induktionsschmelzofen vom Typ VIM 50 kg mit Induktionserwärmung, in dem EQ-Gussteile hergestellt werden können. Der Ofen verfügt über eine Sonderkonstruktion, bei der sich die Formheizung zusammen mit der Form nach dem Gießen auf einem Wagen, der auf speziellen Schienen läuft, in horizontaler Achse bewegt, wodurch ein Ausfahren aus der Formkammer ermöglicht wird.
Maßgeschneiderte Lösungen für die Schwerindustrie
Der verkaufte Industrieofen wird für die Produktion von Schaufelgussteilen für Flugzeugtriebwerke in äquiaxialer (equiaxed) Struktur eingesetzt. Dies ist der erste Auftrag dieses Partners für einen SECO/WARWICK-Schmelzofen.
Die SECO/WARWICK-Gruppe ist auf die Herstellung von Öfen für die Wärmebehandlung von Metallen spezialisiert, die speziell auf die individuellen Bedürfnisse ihrer Geschäftspartner zugeschnitten sind. Statt Standardlösungen anzubieten, entwickelt das Unternehmen maßgeschneiderte Technologien, abgestimmt auf konkrete Produktionsprozesse, Qualitätsanforderungen sowie die Besonderheiten der jeweiligen Branche. Dadurch verbinden die gelieferten Systeme hohe Effizienz, moderne Technologie und Flexibilität und unterstützen Kunden bei der Prozessoptimierung sowie beim Aufbau nachhaltiger Wettbewerbsvorteile.
„Tailor-made“ (Maßgeschneiderte Lösungen) in der Schwerindustrie ist keine kurzfristige Modeerscheinung, sondern eine wichtige Entwicklungsrichtung der modernen Industrie. SECO/WARWICK hat sich längst vom Prinzip „ein Produkt für alle“ verabschiedet und setzt stattdessen auf das Modell „flexible Fertigung für viele unterschiedliche Anforderungen“. Die SECO/WARWICK-Gruppe verbindet Individualisierung mit Automatisierung, Daten und einer effizienten Lieferkette und verschafft sich damit einen Wettbewerbsvorteil. Genau so war es auch in diesem Fall.
„Das Anlagenprojekt wurde an die besonderen Anforderungen und Möglichkeiten des Kunden angepasst. Der Ofen verfügt über eine Sonderkonstruktion, bei der der Formenaufzug durch einen speziellen Wagen ersetzt wurde, der sich auf speziellen Schienen in horizontaler Achse bewegt. Dadurch passt die Anlage ideal in den verfügbaren Raum – ohne jegliche Beeinträchtigung ihrer Leistungsfähigkeit” – sagt Earl Good, Managing Director von RETECH, einem Unternehmen der SECO/WARWICK-Gruppe, sowie Vice President des Segments Vakuummetallurgie der SECO/WARWICK-Gruppe.
VIM (Vakuum-Induktionsschmelzen) für die Luftfahrt
Das benutzerfreundliche Steuerungssystem gewährleistet präzise Prozesse: Gießen, Temperaturregelung sowie umfassende Datenerfassung. Die VIM-Öfen der Marke SECO/WARWICK sind mit einzigartigen und intuitiven Steuerungssystemen ausgestattet, die die für die Luftfahrtindustrie so wichtige Reproduzierbarkeit sowie eine unübertroffene Durchsatzleistung gewährleisten.
Die Zweikammerkonstruktion des Ofens sowie das leistungsstarke Pumpensystem ermöglichen eine schnelle und kontinuierliche Produktion von Gussteilen höchster Qualität. Der Kunde hat zudem die Möglichkeit, eine Formheizung einzusetzen, wodurch zusätzlich die richtigen thermischen Bedingungen für die Gussform gewährleistet werden können.
„Dies ist ein wichtiger Auftrag, da es sich um die erste Bestellung eines Schmelzofens bei diesem Partner handelt. Gleichzeitig handelt es sich um eine Region, die ihre Produktionskapazitäten derzeit stark ausbaut. Die Flexibilität und die Bereitschaft, die Anlage an die konkreten Produktionsanforderungen anzupassen, waren entscheidende Faktoren, die zur Wahl von SECO/WARWICK geführt haben.” – kommentierte Sławomir Woźniak, CEO der SECO/WARWICK-Gruppe.
Die Beliebtheit der VIM-Öfen und die zunehmende Bedeutung der Vakuummetallurgie sind unter anderem eine Folge der sich ständig ändernden Produktionsanforderungen in der Luftfahrt.






