Der US-amerikanische Hersteller von Wälzlagern für anspruchsvolle Industrie- und Luftfahrtanwendungen hat erneut in die Vakuumtechnologie von SECO/WARWICK investiert. An einen seiner Standorte wird ein Vector-Vakuumofen mit Hochdruck-Gasabschreckung (HPGQ) und der Option zur Niederdruckaufkohlung (LPC) geliefert. Es handelt sich um ein weiteres Projekt für diesen Partner und zugleich um die erste Anlage von SECO/WARWICK in diesem Werk.
Ein US-Partner investiert erneut in Vakuumöfen von SECO/WARWICK, um die Kapazitäten für die Wärmebehandlung von Wälzlagerkomponenten in der Luftfahrtindustrie zu erweitern.
- Erneute Investition durch US-Partner in Vector-Vakuumöfen
- Erweiterung der Kapazitäten für Härten und Aufkohlen
- Großer Nutzraum für effiziente Bearbeitung großer Chargen
- Einsatz von Niederdruckaufkohlung (LPC) und Hochdruck-Gasabschreckung
- Hohe Prozesskontrolle für anspruchsvolle Luftfahrtbauteile
Bewährter Partner in der Luftfahrtindustrie
In der Industrie ist nicht eine bloße Aussage die beste Empfehlung für eine Technologie, sondern die Entscheidung für eine erneute Investition. Der US-amerikanische Partner von SECO/WARWICK hat sich für eine weitere Investition in die Vakuumtechnologie entschieden und erweitert damit seine internen Möglichkeiten zur Wärmebehandlung von Wälzlagerkomponenten. Der neue Ofen wird zum Härten und Aufkohlen einer breiten Palette von Bauteilen eingesetzt, darunter auch größere Chargen. Der Nutzraum mit den Abmessungen 36 × 36 × 48 Zoll (900 × 900 × 1.200 mm) ermöglicht einen effizienten Einsatz der Anlage auch bei der Wärmebehandlung größerer Bauteile. Die Investition trägt dem wachsenden Produktionsbedarf des Kunden sowie der steigenden Zahl der im eigenen Werk durchgeführten Härtungs- und Aufkohlungsprozesse Rechnung.
„Ein Kunde, der erneut investiert, ist ein besonders überzeugender Beleg dafür, dass sich die Technologie dort bewährt hat, wo sie tatsächlich auf dem Prüfstand steht – in der täglichen Produktion. Bei diesem Partner spielen zudem die Erfahrungen anderer Werke derselben Unternehmensgruppe sowie Referenzen aus dem US-amerikanischen Markt eine wichtige Rolle. Die erneute Investition zeigt, dass Vector zu einer Lösung geworden ist, die sich entsprechend den wachsenden Produktionsanforderungen skalieren lässt. Die Anlage erfreut sich insbesondere in der Luftfahrtindustrie großer Beliebtheit: Vector-Anlagen von SECO/WARWICK sind bei führenden Luftfahrtherstellern weltweit im Einsatz“, erklärt Don Marteeny, Geschäftsführer von SECO/WARWICK USA.
Große Chargen, sauberer Prozess, kontrollierte Kühlung
Der bestellte Ofen gehört zur bewährten Baureihe der Einkammer-Vakuumöfen von SECO/WARWICK. Die Standardausführung wurde speziell auf die Anforderungen des Wälzlagerherstellers zugeschnitten.
Das Gerät ist mit einer runden Heizkammer ausgestattet, die eine Temperaturgleichmäßigkeit von ±9 °F (±5 °C) gewährleistet. Die Konvektionserwärmung verbessert die Wärmeübertragung im unteren Temperaturbereich, während das gerichtete Kühlsystem eine anforderungsgerechte Prozessführung bei Teilen mit komplexerer Geometrie ermöglicht. Eine weitere wichtige Funktion ist das Härten mit isothermischer Umwandlung, das eine präzisere Steuerung der Chargenabkühlung und der Gebläseleistung in den einzelnen Prozessphasen ermöglicht.
Der Ofen ist zusätzlich mit der Technologie zur Niederdruckaufkohlung (LPC) ausgestattet, mit der sich die Oberflächenhärte von Stahl im Rahmen eines integrierten Wärmebehandlungszyklus erhöhen lässt. Für Wälzlagerhersteller ist dies von besonderer Bedeutung. Die Eigenschaften der aufgekohlten Randschicht, die Prozessreproduzierbarkeit und die Art der Abkühlung wirken sich unmittelbar auf das Betriebsverhalten der Bauteile aus, die später hohen Belastungen ausgesetzt sind.
„Bei der Herstellung von Bauteilen mit hohen Qualitätsanforderungen geht es nicht nur darum, die Solltemperatur zu erreichen. Entscheidend ist die Kontrolle des gesamten Prozesses: Erwärmung, Atmosphäre, Aufkohlung und Abkühlung. Die Kombination aus Hochvakuum, LPC und Hochdruck-Gasabschreckung bei 15 bar bietet dem Anwender sehr umfangreiche technologische Möglichkeiten in einer einzigen Anlage. Gleichzeitig setzen wir auf eine Konstruktion, die wir über Jahre hinweg weiterentwickelt haben und die sich in Tausenden industrieller Prozesse unter realen Produktionsbedingungen bewährt hat.“, betont Maciej Korecki, Vice President des Vakuumsegments der SECO/WARWICK-Gruppe.
Technologie, die mit der Produktion wächst
Die neue Anlage soll in erster Linie die Kapazitäten der bestehenden Härterei des Kunden erweitern. Der große Nutzraum ermöglicht die Wärmebehandlung größerer Chargen, während das Hochvakuum, die effiziente Graphit-Heizkammer und die schnelle Gasabschreckung die Wirtschaftlichkeit, Sauberkeit und Prozessreproduzierbarkeit verbessern.
Die Wärmebehandlung gehört zu den Verfahren, die sich unmittelbar auf die Härte, Ermüdungsfestigkeit, Maßhaltigkeit und Lebensdauer von Bauteilen auswirken. Bei Bauteilen für Luftfahrtanwendungen oder andere anspruchsvolle industrielle Einsatzbereiche ist der Toleranzspielraum äußerst gering.
Dabei ist hervorzuheben, dass das Vakuumhärten mit Gasabschreckung und die Niederdruckaufkohlung längst nicht mehr ausschließlich in der Luftfahrt- und Verteidigungsindustrie eingesetzt werden. Diese Technologien finden zunehmend auch bei der Herstellung von Wälzlagern für die Energiewirtschaft, den Transportsektor und die Schwerindustrie sowie für Originalausrüster (OEMs) Anwendung.






