Your browser does not support JavaScript! Deutsches Institut mit 12-Meter-Retortenofen von SECO/WARWICK

SECO/WARWICK wird einen 12-meter langen vertikalen Retortenofen für das Karlsruher Institut für Technologie konstruieren.


23.02.2021

Der Vakuum-Retortenofen von  SECO/WARWICK für das Karlsruher Institut für Technologie wird für das Hochvakuum-Glühen von Gyrotron-Komponenten verwendet werden. Diese Geräte werden u.a. im internationalen Projekt ITER eingesetzt. Das ist die erste Zusammenarbeit der Gruppe SECO/WARWICK mit demKarlsruher Institut für Technologie (KIT).

Vakuum-Retortenofen, SECO/WARWICK 2021, KIT

Spezifische Produktanforderungen

Dem Auftrag des Instituts gingen mehrmonatige Gespräche voraus, bei denen die optimalen technischen Parameter des Ofens für den Kunden ausgearbeitet wurden. Der Ofen wird einen Wassermantel mit einem integrierten und kompakten Kühlsystem haben. Im geöffneten Zustand wird er eine Höhe von 12 Meter erreichen und der Durchmesser des Nutzraums der Anlage beträgt – 1,8 Meter. Es handelt sich dabei um keine Standardabmessungen des Ofens, daher war eine maßgeschneiderte Konstruktion hier notwendig. KIT benötigte auch ein hohes Vakuum, das durch eine Kryopumpe erreicht wird.

„Die Anlage, die wir an das angesehene Institut für Technologie in Europa liefern werden, ist ein Ofen, der speziell für die Kundenbedürfnisse entwickelt wurde. Bei SECO/WARWICK sind Projekte mit frischem, individuellem Ansatz beliebt. Auf diese Weise können wir durch die Bereitstellung von maßgeschneiderten Anlagen stets etwas lernen und unsere Kompetenz auf dem Gebiet des Metallbearbeitungsofenbaus verbessern” – sagt Maciej Korecki, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Vakuum-Segments der Gruppe SECO/WARWICK.

Die Wissenschaft setzt auf Öfen von SECO/WARWICK

Der Vakuumofen ermöglicht den Wissenschaftlern des deutschen Instituts sehr saubere Prozesse im Vakuum zu erreichen, während er gleichzeitig mit seiner Größe die Entwicklung größerer Gyrotronmodelle zulässt“ – fügt M. Korecki hinzu.

Das Beispiel des Instituts (KIT) zeigt, dass der Markt maßgeschneiderte, großflächige Wärmebehandlungsanlagen benötigt, die nicht nur in der Industrie, sondern auch in der Wissenschaft eingesetzt werden können. Die Gruppe SECO/WARWICK hat immens viel Erfahrung in der Zusammenarbeit mit beiden Segmenten, d.h. mit der Industrie und der Wissenschaft. Allein im Vorjahr hat die Universität in Shanghai oder eine britische Forschungseinrichtung sich dazu entschieden, eine Anlage von SECO/WARWICK zu erwerben, und die Industrie in 70 Ländern nutzt bereits mehr als 4.000 verschiedene Anlagen aus dem Portfolio der Gruppe.

Wir suchten einen Partner, der die Herausforderung annehmen konnte, einen Ofen zu entwerfen und zu bauen, der komplett auf unsere spezifischen Bedürfnisse zugeschnitten ist. Die Gruppe reagierte unverzüglich auf die von uns kommunizierten technologischen Bedürfnisse und passte den Ofen an unsere Anforderungen an. Wir hoffen, dass unsere Zusammenarbeit ohne Probleme verläuft“ sagt Tomasz Rześnicki, der Leader der Versuchsgruppe am Institut für Impuls- und Mikrowellentechnik vom KIT. Aktuell glühen wir Komponenten in einem traditionellen Ofen unter Stickstoffatmosphäre. Der Übergang zur Vakuumtechnik bedeutet einen bedeutenden Qualitätssprung im Wärmebehandlungsprozess“ – resümiert T. Rześnicki.

Gyrotron, Weltraum und SECO/WARWICK

Die Gruppe SECO/WARWICK arbeitet mit der Nuklear-  und Luftfahrtindustriezusammen. Für ein amerikanisches Unternehmen aus dieser Branche stellte sie einen riesigen Vakuumofen für die Behandlung des „Herzstücks“ des Reaktors von ITER her, welches sein zentraler Elektromagnet ist, der aus sechs Spulen besteht. Jede dieser Spulen wurde im Ofen von SECO/WARWICK wärmebehandelt. Das internationale Forschungsprojekt ITER ist von seiner Größe her vergleichbar mit dem Bau der Internationalen Raumstation. Die Montage des großen Kernfusionreaktors , der es unter anderem ermöglichen soll, eine Fusionsreaktion viel länger aufrechtzuerhalten als bisher bekannte Generatoren, begann Mitte letzten Jahres.

KIT macht mit beim Projekt ITER. Das Institut ist für die Durchführung von Tests und Messungen an Gyrotron-Prototypen verantwortlich. Gyrotrons sind Geräte, die bei Fusionsprozessen zum Aufheizen des Plasmas eingesetzt werden. Das Karlsruher Institut für Technologie entwickelt u.a. die Gyrotrontechnologie in Zusammenarbeit mit der europäischen Industrie und hat Gyrotrons für nationale und internationale Forschungsprojekte erforscht (z.B. ITER).

 

 

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